Stolpersteine

Steine gegen das Vergessen in Gießen

Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus darf nicht nur an den zentralen Gedenkstätten unseres Landes wachgehalten werden. Zu den monumentalen Denkmälern müssen sich alltägliche, private Erinnerungsorte stellen. Auch hier in Gießen gab es Menschen, die, weil sie nicht "passten", aus ihrem Zuhause deportiert und ermordet wurden. Ihrer wird mit den Stolpersteinen gedacht. Diese bringen die getöteten Mitbürger wenigstens symbolisch wieder zurück an ihren Wohn- und Heimatort.

Video: Stolpersteine Gießen

Im Rahmen der "72-Stunden-Aktion" der Katholischen Jugend entstand im Mai dieses Jahres ein Video über das Stolperstein-Projekt in Gießen. Anhand einzelner Schicksale wird die Geschichte Gießener Juden geschildert und die Umsetzung des Projekts in der Stadt dokumentiert.

Das Video ist als DVD gegen eine Spende von 5 Euro zugunsten des Stolperstein-Projekts erhältlich im "Kirchenladen direkt am Turm" in Gießen.

Wer über einen der Steine "stolpert", kann nicht gleichgültig bleiben. Die Stolpersteine fordern nicht durch große Gesten, sondern einfach durch ihre Präsenz dazu auf, sich mit der Geschichte und unserem Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Die Steine bieten Anlass zur Diskussion zwischen dem Künstler und den Einheimischen, Hausbesitzern und jetzigen Bewohnern. Passanten, Lehrern und Schülern, Erinnerung wird sozu einem Thema der örtlichen Politik und der Öffentlichkeit.

Aus der Erinnerungsarbeit an vertriebene und ermordete Juden in unserer Stadt entstand die Idee, die Stolpersteine nach Gießen zu holen.

Sie sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen.

Sie können über das Schicksal jüdischer und anderer deportierter und ermordeter Bürger unserer Stadt informieren!

Sie können einen Stein finanzieren und Gedenksteinpate werden!

Sie können spenden!

"Um den Stein lesen zu können, muss man sich vor dem Opfer verbeugen." (Gunter Demnig)