Baer, Hermann

Baer, Hermann, geboren am 6. Mai 1919 in Gießen

Hermann Baer wurde am 06.05.1919 als Sohn der Hedwig Baer in Gießen geboren. Er lebte mit seiner Mutter bei seinen Großeltern Max und Kätchen Baer in der Walltorstraße 38. Nach der Eheschließung der Mutter mit Bernhard Brandus im Sommer 1934 zog Hermann im Frühjahr 1935 in die Weidengasse 18 zur Mutter und deren Ehemann. Als Beruf wird in seiner Personenstandskarte "Lagerarbeiter" angegeben.

Am 19. Juni 1940 ging Hermann Baer in das Umschulungslager Assel bei Stade. Von dort zurückgekehrt, war er von August 1940 bis zum 09.09.1942 und vom 29.09.1942 bis 06.02. 1943 als Zwangsarbeiter im Tiefbau eingesetzt. Am 12.04.1943 wurde Hermann Baer deportiert. Der Ort der Deportation ist bisher nicht bekannt. Hermann Baer wurde in Auschwitz ermordet.

Literatur:
Monika Kingreen, Gewaltsam verschleppt aus Oberhessen. Die Deportation der Juden im September 1942 und in den Jahren 1943-1945, in; Mitteilungen des OHG Band 85, 2000, S. 5-95
Erwin Knauß, Die jüdische Bevölkerung Gießens 1933 – 1945, 4. Aufl. 1987

Spender: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Spurensuche: Christel Buseck