Theo David Jacob

geb. 22.06.1887 Rüddingshausen Kr. Gießen

David Jacob, genannt Theo, wurde am 22.06.1887 in Rüddingshausen Kr. Gießen geboren. Die Eltern waren der Viehhändler Gerson Jacob und seine Frau Amalie, geborene Eckstein. Er besuchte das Gymnasium in Marburg, dass er mit der mittleren Reife verließ. Eine Ausbildung im Bankhaus Baruch Strauss in Marburg folgte. Nach der Lehre war er in verschiedenen Bankhäusern tätig. Von 1919 bis 1925 war Theo Jacob zweiter Direktor der Darmstädter Bank in Gießen. Ab September 1925 betrieb er eine Versicherungsagentur und Hypothekenvermittlung. Von 1932 bis 1937 war er als selbständiger Handelsvertreter tätig. Im Frühjahr 1939 musste die Familie Jacob ihre Wohnung in der Stephanstraße verlassen und in das Ghettohaus Walltorstraße 48 ziehen. Er wurde am 10.11.1938 in das KZ Buchenwald verschleppt (Nummer 21274) und am 16.12.1939 entlassen. Auch er musste wie viele andere jüdische Bürger Zwangsarbeit leisten. Am 14.09.1942 wurde Theo David Jacob mit seiner Frau, seiner Tochter, seinem Sohn und der Schwiegertochter in die Goetheschule gebracht und am 16.09.1942 vom Güterbahnhof mit vielen anderen jüdischen Bürgern nach Darmstadt deportiert. Laut Deportationsliste in den Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Band 85 wurde er „am 30.09.1942 nach Polen deportiert und ermordet“.