Keßler, Friederike, geb. Königsthal

Keßler, Friederike, geb. Königsthal, geboren am 6. März 1896 in Carlshafen, Kr. Hofgeismar

Friederike Königsthal, verh. Keßler wurde am 06.03.1896 in Carlshafen Kreis Hofgeismar als Tochter der Eheleute Abraham und Fany Königsthal geb. Stern geboren.

Sie heiratet den Pferdemetzger Friedrich Keßler am 26.05.1914, den Schwager ihrer älteren Schwester Meta. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, Alwin geboren am 18.04.1915. Er erlernte wie Großvater und Vater den Beruf des Metzgers. Alwin ging 1934 nach Köln und emigrierte im Frühjahr 1938 in die USA.

Friederike Keßler lebte bis zur Deportation mit ihrem Mann Friedrich und den beiden Nichten Recha und Frieda im Neuenweg 33.

Am 14.09.1942 wurden sie mit ihrem Mann, den beiden Nichten und vielen anderen jüdischen Bürgern in die Goetheschule gebracht und am 16.09.1942 vom Güterbahnhof aus nach Darmstadt deportiert. Laut Deportationsliste in den Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Band 85 wurde sie „am 30.09.1942 deportiert nach Polen, vermutlich Treblinka“. Friederike Keßler starb Ende Oktober 1942 in einem Lager.

Literatur:
Monika Kingreen, Gewaltsam verschleppt aus Oberhessen. Die Deportation der Juden im September 1942 und in den Jahren 1943-1945, in; Mitteilungen des OHG, Band 85, 2000, S. 5-95
Erwin Knauß, Die jüdische Bevölkerung Gießens 1933 – 1945, 4. Aufl. 1987

Spender: A. Nailor
Spurensuche: Christel Buseck