Elise Reitz, geb. Schmidt, ev.

Elise Reitz, geb. Schmidt, ev., geboren am 25. Dezember 1881, gestorben am 24. April 1941 in Hadamar

Familie Reitz lebte seit ca. 1910 in Gießen, Krofdorfer Str. 26.

Herr Reitz fiel 1915 im 1. Weltkrieg und nun hatte Elise Reitz allein für ihre 4 Kleinkinder zu sorgen. Nach Aussagen der Familie wurde sie mit diesem Schicksalsschlag nicht fertig. Nach zwei Selbstmordversuchen wurde sie zur Behandlung in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen Anfang der 1920er Jahre überwiesen.

Ihre Kinder erhielten am 24.04.1941 von der Landesheilanstalt Weilmünster, die Mitteilung, daß ihre Mutter in eine andere Anstalt verlegt werde und die Familie von dort eine Nachricht erhalte. Dies geschah mit einem Brief vom 05.05.1941 von der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hadamar, in dem stand, daß Frau Reitz "infolge Ruhr mit Kreislaufschwäche" am 4. Mai verstorben sei.

Nach den in der Gedenkstätte Hadamar vorliegenden Unterlagen, sind die Menschen in Bussen mit geschwärzten Fenstern nach Hadamar gebracht und sofort in die Gaskammer geführt worden. Daher gelte als Todesdatum 24. April 1941.

Paten: die Enkel Christa Hahn und Wilfried Heines
Quellen: Aussagen der Enkel und Gedenkstätte Hadamar.