Dritte Verlegung von stolpersteinen in Gießen durch Gunter Demnig am 22. Oktober 2009

Die nächste (dritte) Verlegung von stolpersteinen in Gießen findet am 22. Okt. 2009 (Beginn 9.00 Uhr) statt. Dabei wird erstmals in Gießen die Anregung des Künstlers realisiert, (möglichst) alle Opfer aus einem Haus zu berücksichtigen, und - soweit bekannt und möglich - Familienangehörige ein zu beziehen, die überlebten. Die Abfolge ist wie nachstehend vor gesehen:

VerlegestelleOpfernamen
09.00 Uhr Landgrafenstr. 8 Ehepaar Elsoffer (deportiert und ermordet); Töchter Ruth und
Louise (beide durch Flucht überlebt)
Berta Sander (deportiert und ermordet); Johanna Sander, geb.
Jochsberger (deportiert, überlebt); Flora Sander, verw. Michaelis,
gesch. Rizzi (durch Flucht überlebt)
09.30 Uhr Weidengasse 18 Ehepaar Brandus (deportiert und ermordet),
Hermann Baer (deportiert und ermordet)
09.45 Uhr Neuenweg 19 A (früher 31) Ehepaar Edelmuth (deportiert und ermordet)
09.50 Uhr Neuenweg 19 (früher 33) Ehepaar Kessler und Tochter Recha (deportiert und ermordet)
Frieda Janz, geb. Keßler (deportiert und ermordet)
10.10 Uhr Gartenstr. 30 Hedwig Burgheim (deportiert und ermordet)
10.45 Uhr Krofdorfer Str. 26 Elise Reitz, geb. Schmidt (Euthanasiepatientin; in Heilanstalt ermordet)
11.00 Uhr Gießener Str. 80 Moritz Löwenstein (deportiert und ermordet)
11.10 Uhr Karl-Benner-Str. 3 Ehepaar Grünewald (deportiert und ermordet)
11.20 Uhr Gießener Str. 27 Eva Katz, geb. Oppenheimer; Lina Krittenstein, geb. Marx (beide deportiert und ermordet)
11.30 Uhr Kirchstr. 5 Klara Katz, geb. Simon; Lina Katz (beide deportiert und ermordet)