Landgrafenstraße 8
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Landgrafenstraße 8 (Quelle: Stadtarchiv Gießen)
Das Haus Landgrafenstraße 8 gegenüber den Gerichtsgebäuden an der Ostanlage - war ein prächtiger dreigeschossiger Bau mit turmartigem Aufbau in exponierter Lage. Ebenso wie das gegenüberliegende Eckhaus betont die Anfang des 19. Jahrhunderts geschaffene städtebauliche "Eingangssituation" von der Ostanlage her die Blickachse Richtung Innenstadt/Stadtkirchenturm.
Das Haus gehörte 1933 Hugo Elsoffer zu 7/10, den beiden Töchtern zu je 3/20 (Altaras, Thea: Stätten der Juden in Gießen. 1998)
Nach dem 30. April 1939 mussten jüdische Familien in Häusern jüdischer Eigentümer zusammen ziehen. Nach Enteignung wurden ein solches Haus fremdverwaltet, d.h. es wurden Mieter ein gewiesen ("Judenhaus" oder "Gettohaus").
Mit Adresse "Landgrafenstr. 8" - einer von zwölf Gießener Adressen vor der Deportation - stehen 27 Personen auf den Deportationslisten von Darmstadt vom 27. bzw. 30. September 1942 (Mitt. Oberhess. Geschichtsverein NF 85 (2000). S. 55 ff).
Das Haus wurde im Krieg zerstört. Heute steht an der Adresse ein Nachkriegsgebäude.
Text: Monika Graulich
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Johanna Elsoffer, geb. Cohen
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Hugo Elsoffer
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Ruth Edith Chambré, geb. Elsoffer
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Louise Kamins-Sher, geb. Elsoffer
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Bertha Sander
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Johanna Sander, geb. Jochsberger
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Flora Rizzi, verw. Michaelis, geb. Sander
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Herkunfts- und Rechtevermerk: Fotos teilw. aus dem Nachlass von R.E. Chambré, geb. Elsoffer. Nachlassverw. Dr. Klaus Konrad-Leder, c/o Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung, Amtsgerichtsstraße 4, 35423 Lich.